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Rezension

selk_news 19.06.2013

»Welche Anweisungen gibt das Neue Testament, wie die Kirche heute das Mahl zu feiern hat? ›Dies tut zu meinem Gedächtnis‹ - was ist in dem ›dies‹ eingeschlossen? Zwischen dem Neuen Testament und heute liegen zweitausend Jahre Kirchengeschichte als Auslegungsgeschichte der Heiligen Schrift«, so skizziert Prof. Dr. Roland Ziegler die Grundfrage seines gerade erschienenen Buches »Das Eucharistiegebet in Theologie und Liturgie der lutherischen Kirchen seit der Reformation. Die Deutung des Herrenmahles zwischen Promissio und Eucharistie«.
Der Autor war früher Assistent an der Lutherischen Theologischen Hochschule der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Oberursel und Pfarrer der SELK in Konstanz. Heute lehrt er am Concordia Theological Seminary Fort Wayne der Lutherischen Kirche-Missouri Synode (LCMS), einer Schwesterkirche der SELK. Zu seinem Buch erklärt Ziegler weiter: »Das Eucharistiegebet ist in seiner Grundstruktur ein durchgehendes Gebet an Gott den Vater, das aus Dank für die Heilstaten Gottes, einer Anamnese des Werkes Christi, das gegebenenfalls die Einsetzungsworte enthält, und einer Bitte um den Heiligen Geist besteht.«
Die 504 Seiten umfassende Untersuchung, mit der der Autor 2011 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen promoviert wurde, ist jetzt als Band 12 der Reihe »Oberurseler Hefte Ergänzungsbände« im SELK-Kooperationsverlag Edition Ruprecht erschienen. Ziegler verbindet darin kirchengeschichtliche Forschung mit praktischen Fragen: Welche Vorläufer haben heutige christliche Abendmahlsfeiern im Judentum, im Neuen Testament, bei Martin Luther? In lutherischen Gottesdiensten wird seit dem 19. Jahrhundert der Begriff der »Eucharistie« für das Abendmahl immer wichtiger. Gleichzeitig wurde in die Abendmahlsfeier ein »eucharistisches Hochgebet« eingeführt. Der Autor untersucht verschiedene Positionen in Deutschland und den Vereinigten Staaten unter der Fragestellung, ob ein derartiger Wechsel in Kontinuität oder im Kontrast zur Theologie Luthers steht. In sieben Tabellen stellt Ziegler verschiedene Texte einander gegenüber, von der griechischen Didache bis zu spanischen und englischen Liturgien des 21. Jahrhunderts.
Am gestrigen Dienstag wurde das Buch(http://www.edition-ruprecht.de/katalog/titel.php?id=391) im Rahmen des 12. Allgemeinen Pfarrkonventes in Berlin-Spandau durch Prof. Dr. Gilberto da Silva von der Oberurseler Hochschule der SELK offiziell vorgestellt. Das Buch (ISBN 978-3-8469-0114-4) kostet 62 Euro.

Rezensierter Titel:

Umschlagbild: Das Eucharistiegebet in Theologie und Liturgie der lutherischen Kirchen seit der Reformation

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Das Eucharistiegebet in Theologie und Liturgie der lutherischen Kirchen seit der Reformation

Die Deutung des Herrenmahles zwischen Promissio und Eucharistie
Ziegler, Roland

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