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Rezension

EmK Geschichte 27 (2006) Heft 1

»Wer Hildegard Grams und ihre Arbeit in Batala/Indien kennt, wird sagen: Endlich ein Buch über dieses großartige Werk der Mission, in überschaubarer Fülle eine Beschreibung eines Lebensweges, der spannend erzählt wird und der die ehemaligen Konturen des Lebens von Hildegard Grams zeichnet. Ihre Arbeit mit Kindern beginnt in jungen Jahren im zerstörten Ostberlin. bewährt sich im Gemeindeaufbau der Nachkriegszeit. Sie folgt dann dem Ruf Christi, sich für junge Menschen in einem fremden Land zu Verfügung zu stellen. Hildegard Grams ist die erste Frau in der Methodistenkirche in Deutschland, die – nach umfangreichen Sudien in Theologie und Sozialpädagogik – ordiniert wird (1959). Danach wird sie erneut in die indische Kirche ausgesandt und bleibt (fast) ein Leben lang in dieser Mission mit Hingabe, Leidenschaft und Lebenserfahrung.

Als Leser wird man hineingezogen in diese Liebe für Kinder, die nicht müde wird, Wege zu den Herzen zu finden, unmöglich Scheinendes zu erbiteen und auch menschlich durchzusetzen: Mit immer neuer Phantasie stellt sie sich den Herausforderungen, eingebettet in die weltweiten partnerschaftlichen Strukturen der Evangelisch-methodistischen Kirche, getragen von vielen, vielen Frauen und Gemeinden in Deutschland. Spenden und Gebete von unzähligen Menschen haben dieses Werk möglich gemacht. Viele einzelne Schilderungen von Menschen und Situationen lassen ein plastisches Bild erkennbar werden, so dass die indische Kultur, Lebensweise und religiöse Umgebung richtig lebendig wird.

Ulrike Voigt ist es gelungen, die gütige Liebe von Hildegard Grams zu jungen Menschen in Indien geradezu ansteckend zu beschreiben und dabei Hildegard Grams auch selbst zu Wort kommen zu lassen.

Ulrike Voigt hat für diese Biographie umfangreiche Interviews mit Hildegard Grams geführt sowie deren Briefe, abgeruckt in Missionszeitschriften, ausgewertet. Sie dokumentiert ein reiches Leben, das auch vor schwierigen Fragen nichts ausblendet: Kriege, Naturkatastrophen, Erziehungsfragen, Korruption, extremistischer Terror und religiöse Intoleranz. Eine einzigartige Ausbildungsstätte im Norden Indiens, ein Internat und eine sozialpädagogische Ausbildungsstätte wurden in indische Hände übergeben, als Hildegard Grams nach 46jähriger Missionsarbeit im Alter von 80 Jahren ihren Ruhestand in Deutschland angetreten hat.«

Friedhelm Kober

Rezensierter Titel:

Umschlagbild: Hildegard Grams

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Hildegard Grams

Ein Leben für Indien
Voigt, Ulrike/Kemper, Thomas

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