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Rezension

Theologische Literaturzeitung 136/2011

Dieses Buch sticht durch eine sorgfältige Sichtung der zahlreichen Positionen in der deutschen Debatte um die sog. »Bioethik-Konvention« hervor und findet für diese eine überzeugende Methodik theologischer Interpretation. Es will klären, »warum ein so weitreichendes Spektrum unterschiedlicher ethischer Bewertungen existiert und warum selbst die ausgeprägte Diskussion der vergangenen zehn Jahre kaum zu einer gegenseitigen Annäherung geführt hat« (18 f.). Dazu untersucht er zunächst die öffentliche Debatte seit 1994, wobei er ausführlich die Diskussionsbeiträge aus dem Raum der Kirchen, der Theologie, von Bürgerinitiativen und Wohlfahrtsverbänden, aber auch aus dem philosophischen und politischen Bereich sowie der Presse nach dem »Härtegrad« ihrer Ablehnung in sechs Gruppen sichtet.
Im Hauptteil des Buches diskutiert K., wie sich eine theologisch-ethische Urteilsbildung mit dieser Vielfalt an moralischen Positionen ins Verhältnis setzen kann. Angesichts dieses Pluralismus stellt sich für ihn die Frage, wie der Universalismus des christlichen Liebesgedankens davor bewahrt werden kann, zu einer bloß kirchlichen Sondermoral herabzusinken.
Die Bioethik-Konvention lässt »Spielräume sowohl für kulturelle Gewichtungen (im Rahmen der nationalen Implementierung ihrer Regelungen) als auch für die wachsende Ausformung einer gemeinsamen europäischen Rechtskultur (im Rahmen von Zusatzprotokollen)« (508).
Stephan Schleissing (Auszug)

Rezensierter Titel:

Umschlagbild: Der Streit um die europäische Bioethik-Konvention

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Der Streit um die europäische Bioethik-Konvention

Zur kirchlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung um eine menschenwürdige Biomedizin
Klinnert, Lars

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