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Rezension

h-soz-u-kult, 23.04.2007

Die 1996 an der Freien Universität Berlin abgeschlossene Dissertation  von Silvia Nolte ist der Kunstproduktion antiker griechischer  Steinbildhauer gewidmet. Bereits im gleichen Jahr auf Mikrofiche  veröffentlicht, kommt die nun vorliegende gedruckte Publikation dem  Wunsch nach besserer Zugänglichkeit nach.

Silvia Nolte untersucht in ihrer Abhandlung die technischen und logistischen Umstände der Skulpturenproduktion in archaischer bis hellenistischer Zeit und baut dabei auf einer Reihe von Arbeiten der 1980er- und 1990er-Jahre auf, die sich mit Herstellungsprozessen antiker Kunst beschäftigen. Die Fertigung von Bronzewerken ist dank jüngerer Forschungen inzwischen gut bekannt. Auch die Steinbrüche als Rohstoffquellen der Bildhauer stehen im Zentrum zahlreicher Publikationen. Wichtige Erkenntnisse wurden über die Herstellung von Sarkophagen und Architekturteilen gewonnen. Diese möchte Silvia Nolte »auf einen weiteren Bereich der antiken Kunstproduktion ausdehnen und anhand der Fertigungsprozesse von Steinplastik den Aufbau und die Organisation griechischer Bildhauerwerkstätten beleuchten«. Nolte geht also über eine rein technologische Fragestellung hinaus und richtet ihr Interesse in einem zweiten Schritt auf sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte wie Rohstoffgewinnung, Transportmöglichkeiten, Arbeitsteilung in der Werkstatt oder Rationalisierungen.

Lohnend bleiben letztlich zahlreiche Schlüsse und Überlegungen im Kleinen und am Rande. Dabei sind unbedingt einige der ausführlichen Fußnoten zu beachten.

Simone Vogt (Auszug)

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Rezensierter Titel:

Umschlagbild: Steinbruch - Werkstatt - Skulptur

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Steinbruch - Werkstatt - Skulptur

Untersuchungen zu Aufbau und Organisation griechischer Bildhauerwerkstätten
Nolte, Silvia

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